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Mythen, Legenden, Wissenswertes
Wer kennt sie nicht, die Mythen und Legenden rund um die Ernährung?
Aber: Macht Eisen wirklich stark? Hier können Sie lesen, was es damit auf sich hat.
Übersicht
Sind braune Eier natürlicher als weiße?
Ob weiß oder braun - die Farbe der Eierschale ist genetisch festgelegt und hat nichts mit Natürlichkeit, Qualität oder Umweltschutz zu tun sondern ist eine reine Laune der Natur
Pilzgerichte soll man nicht aufwärmen
Dieser Tipp stammt aus dem 19. Jahrhundert, als es in den meisten Haushalten noch keine Kühlschränke gab. Wenn ein Speisepilz anfängt zu faulen, was ohne Kühlung leicht passieren kann, verwandelt er sich in einen Giftpilz. Wird das Pilzgericht aber in einem Kühlschrank aufbewahrt, verhalten sich die Pilze wie jedes andere gekochte Gemüse und können problemlos aufgewärmt werden.
Spinat enthält extrem viel Eisen und macht stark
Als Kind wurde uns immer gesagt, das wir viel Spinat essen müssen, damit wir so starke Muskeln gekommen wie die Comicfigur "Popey der Seemann". Aber!! Blattspinat hat einen normalen Eisengehalt von ca. 3,5 Milligramm pro 100 Gramm und ist damit nichts außergewöhnliches. Der Mythos um seinen besonders hohen Eisenanteil entstand, weil Forschungsergebnisse eines Schweizer Physiologen (Gustav von Bunge), die sich auf getrockneten Spinat bezogen, später einfach auf frischen Blattspinat übertragen wurden. Da Spinat aber zum größten Teil aus Wasser besteht, ist das Eisen in getrocknetem Spinat also hochkonzentriert ...
Steckt in weißer Schokolade wirklich mehr Milch als in dunkler?
Hört sich prima an und klingt auch logisch, ist aber reiner Unsinn. Die Farbe der Schokolade hat mit dem Milchanteil nicht das Geringste zu tun. Die braune Farbe der klassischen Schokolade kommt nämlich vom Kakaopulver. Weiße Schokolade enthält zartgelbe Kakaobutter statt braunem Kakaopulver.
Von frischgebackenem Brot bekommt man Magenschmerzen
Dieser Mythos ist unhaltbar. Vermutlich wurde er aus der Not geboren, um den Menschen in schlechten Zeiten auch altes Brot schmackhaft zu machen. Würde man von frischem Brot Margenschmerzen bekommen, würden sich die Franzosen täglich vor Schmerz krümmen, denn ihr geliebtes Baguette schmeckt nur frischgebacken am besten.
Warum kocht Milch so leicht über?
Milch besteht aus Wasser, Fett und Eiweiß. Beim Erhitze bildet sich gasförmiger Wasserdampf und geht mit den durch die Erwärmung zäher werdenden Eiweißen eine Verbindung ein. Den plötzlichen auftretenden Schaum. Da das Gas ein größeres Volumen hat, kocht die Milch über und tritt über den Topf. Streicht man etwas Fett oder Butter an den Topfrand, wird dieser Effekt unterbunden und die Milch kocht nicht über!
Warum wird die Sahne beim Schlagen steif?
Zwar besteht sie auch zu 60 Prozent aus Wasser aber hat einen Fettanteil von mindestens noch 30 Prozent, zusätzlich noch ein wenig Eiweiß. Ohne diesen hohen Fettgehalt wäre es nicht möglich, die Sahne steif zu schlagen: Auf den Fettkügelchen der Sahne sitzen kleine Eiweißhacken, die das Fett im Wasser gelöst halten. Wird Luft in die Sahne eingeschlagen, passiert Folgendes: Die Fettkügelchen setzen sich auf die Luftblasen. Dabei verbinden die Eiweißhacken das Wasser und Fett der Sahne mit der Luft. Durch das Aufschäumen nimmt das Volumen der Sahne zu: Jede Luftblase bekommt eine Hülle aus Fettkügelchen und wird so in der Flüssigkeit stabilisiert.
Was haben Kartoffeln und ein Schwamm gemeinsam?
Nach dem Schälen sind Kartoffeln steinhart. Werden Sie allerdings gekocht, können sie butterweich und sogar zu Brei verarbeitet werden. Die Erklärung für diese schmackhafte Verweichlichung ist nicht schwer: Kartoffeln bestehen aus Stärke, das heißt aus Kohlehydraten. Die Molekülketten der Kohlehydrate können das warme Wasser aufnehmen und quellen so auf. Wie ein Schwamm, der in Verbindung mit Nässe weich wird, werden dabei auch die Kartoffeln weich.
Für ein Kilogramm Honig müssen Bienen eine Strecke zurücklegen , die einem mehrfachen des Erdumfangs entspricht. Aber der gesammelte Nektar ist noch lange kein Honig. Bis das flüssige Gold erntereif ist, muss es noch viele Bienenmägen durchwandern.
Die Arbeit einer Sammlerin
Eine Sammelbiene fliegt auf der Suche nach Nektar so lange dieselbe Blütenart an, wie der Blumenvorrat reicht. Dadurch entsteht mehr oder weniger sortenreiner Honig und "nebenbei" werden die Pflanzen mit Blütenpollen ihrer eigenen Art bestäubt. Die Sammlerin saugt den Nektar auf und in ihrem Honigmagen spalten körpereigene Enzyme den Saft in Frucht- und Traubenzucker. Im Stock würgt sie den Nektar wieder heraus und gibt ihn an jüngere Kolleginnen aus dem Innendienst ab.
im Magen eingedickt ...
Während der Tropfen von Biene zu Biene wandert mengt ihm jede etwas Speichel bei. Durch die im Speichel enthaltenen Enzyme ändert sich das Zuckerspektrum des werdenden Honigs. Andere Arbeiterinnen saugen den süßen Saft mehrmals in den Honigmagen ein und würgen ihn wieder heraus, damit der unreife Honig dickflüssiger wird. In der Wabe im Bienenstock, wird er schließlich durch besondere Entfeuchtungs- und Belüftungstechniken wie schnelles Flügelschlagen weiter eingedickt, bis er mit einem Wassergehalt von ungefähr 20 Prozent die richtige Reife hat. Dann wird die Wabenzelle mit einem Wachsdeckel verschlossen. Erst jetzt darf der Imker Hand anlegen, denn unreifer Honig beginnt schnell zu gären und wird somit ungenießbar.
Neres, die griechische Göttin des Meeres, hatte Peleus, dem Vater des Achill, das Salz als Hochzeitsgeschenk vermacht. Seither galt Salz als Gabe der Götter. Nicht nur bei den Griechen, sondern auch im Alten Testament wird Salz eine besondere Bedeutung zugemessen: Der Bund mit Aaron wird zum Beispiel auf "ewig durch das Salz von Yahwe" besiegelt. Salz war damals so wertvoll, dass es nur sehr sparsam verwendet wurde. Heutzutage kennen wir kaum noch Salzmangel, vielmehr wird vor den Konsequenzen von zuviel Salz gewarnt.
Mangel und Überfluss - Fluch und Segen
Ein Mangel an Salz war immer ein Fluch. Es fehlte das sprichwörtliche "Salz in der Suppe", was durchaus gesundheitliche Konsequenzen haben konnte. Im Überfluss wurde Salz als Segen empfunden. Mit Salz konnten Hungerszeiten überwunden werden, denn verderbliche Nahrungsmittel konnten gesalzen und damit haltbar gemacht werden (z. B. roher Schinken). So stieg gerade in Krisenzeiten der Salzverbrauch rapide an.
Heute ist es eher Geschmackssache, ob man eingesalzene Lebensmittel isst oder nicht. In Zeiten von Kühlschrank und Konservendosen ist Salz als Konservierungsmittel nicht mehr so wichtig. Gepökelter Fisch und Schinken haben sich aber dennoch auf unseren Speisekarten gehalten.
Lebenswichtiges im Salz
Die Bestandteile des Salzes sind notwendig für unser Überleben. Natrium sorgt mit dafür, dass der Wasserhaushalt in unserem Körper immer funktioniert. Außerdem sichert Natrium die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven und ist deshalb auch besonders wichtig in der Ernährung von Sportlern. Der andere lebenswichtige Bestandteil von Salz ist Chlorid. Das bewirkt unter anderem die Bildung von Salzsäure im Magen.
Wie viel Salz ist gesund?
Etwa fünf bis zehn Gramm Salz sollte der Mensch täglich zu sich nehmen. Untersuchungen haben ergeben, dass bei einem Verbrauch von unter einem Gramm Salz das Kurzzeitgedächtnis nachlässt und somit die Konzentrationsfähigkeit gemindert werden kann.
In unserem täglichen Leben ist es jedoch kaum möglich, zu wenig Salz zu sich zu nehmen. z. B. sind in einem Esslöffel Sojasauce schon drei Gramm Salz enthalten.
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